Eine bösartige mittelalterliche Karikatur: das Schwein als Symbol des Teufels

Der traditionelle Judenhass in der christlichen Kunst hat sich in „Judensau“-Darstellungen in unerträglich extremer Form niedergeschlagen. Dieses Motiv existiert nahezu ausschließlich im deutschen Sprachraum und begegnet ab dem 13. Jahrhundert in plastischen Darstellungen, später auch in Gemälden und Zeichnungen. Leider auch an der St. Sebalduskirche.

Der Kirchenvorstand von St. Sebald hat mehrfach dazu klar Stellung bezogen. Das ganze Faltblatt können Sie hier abrufen.

 
 
 

Sebalder Pfarrhof als Kristallisationspunkt historischer Zeugnisse jüdischen Lebens in der Nürnberger Altstadt

Im Zuge der denkmalgerechten Instandsetzungsmaßnahme des Sebalder Pfarrhofes kam es 2019 und 2020 zu sensationellen Wiederentdeckungen historischer Zeugnisse jüdischen Lebens in Nürnberg: einem jüdischen Grabstein von 1334 und einer Holzbrettertür von ca. 1500. Thesen zu den Fundstücken können Sie hier nachlesen.

Die Kirchengemeinde hat diese Wiederentdeckungen zum Anlass genommen, einen Raum des Pfarrhofes zukünftig als öffentliches Einraummuseum einzurichten. Planungsgespräche dazu finden derzeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg und der Stadt Nürnberg statt. Die Kirchengemeinde sieht diesen öffentlich zugänglichen Ausstellungsraum als Kristallisationspunkt eines noch zu entwickelnden stadtöffentlichen Erinnerungsweges und Gedächtnisortes.

Einen Rundfunkbeitrag dazu können Sie hier anhören (© Sophia Ruhstorfer – BR Studio Franken, Dezember 2020).

Besonders dankbar ist die Kirchengemeinde über die Förderzusage des großen Projektes durch den Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. für das Jubiläumsjahr 2021.